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Frostiger Auftakt, sonniges Finale – das Frühlingsfest legt tollen Endspurt hin

Sprichwörtlich „mit einem Wetter wie aus dem Bilderbuch“ ist das 78. Stuttgarter Frühlingsfest in sein Abschlusswochenende gestartet. Dies war jedoch zum Auftakt leider nicht der Fall. „Das Aprilwetter hat sich in den ersten zwei Veranstaltungswochen bedauerlicherweise von seiner schlechten Seite gezeigt. Dass es jemals so kühl und regnerisch während des Frühlingsfestes war, daran kann ich mich nicht erinnern“, sagte Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. Umso erfreulicher sei es, dass sich dennoch bislang mehr als eine Million Besucher den Rummelspaß nicht entgehen lassen wollten. Kroll weiter: „Wenn das Wetter die letzten drei Tage so sonnig und warm bleibt, rechnen wir mit insgesamt rund 1,3 Millionen Gästen. Das ist erfreulich und zeigt, dass die Menschen sehr gerne den Wasen besuchen.“

Dies konnte Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Südwest, bestätigen: „In Stuttgart kommen die Besucher trotz durchwachsenen Wetters. Das ist nicht überall so und deshalb gilt es, sich auch einmal bei diesen für das Vertrauen zu bedanken. Jetzt freuen wir uns auf drei starke Tage mit viel Sonnenschein.“ Diese Sichtweise teilte seine Kollegin Linda Brandl, Vizepräsident des Landesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute Baden-Württemberg: „Sicher liegen wir beim Umsatz unter Vorjahresniveau. Doch wir sind guter Dinge, dass wir in diesem Bereich noch aufholen können. Das Abschlusswochenende ist ein Lichtblick.“ Lobend merkte sie an, dass sich der neu gestaltete Eingangsbereich des Krämermarktes bewährt habe.

Ein ebenso positives Fazit zog Marcus Christen, in.Stuttgart Abteilungsleiter, für die Umgestaltung des Festplatzes: „Das Frühlingsfest hat durch die Neupositionierung der großen Festzelte weiter an Qualität gewonnen. So konnten wir weitere attraktive Plätze für Fahrgeschäfte und Schaustellerbuden schaffen.“ Ein erfreulicher Trend ist bei der Zahl Reisebusse abzusehen. „Bei den Bussen verzeichneten wir bislang einen Zuwachs von mehr als 20 Prozent und liegen dort im vierstelligen Bereich“ hielt Christen fest. So zieht es nicht nur Touristen aus dem gesamten Bundesgebiet, sondern immer häufiger aus der Schweiz, Österreich, Italien, aber auch aus Frankreich auf den Wasen. Besonders bedankte sich der Abteilungsleiter für die erfolgreiche Unicef-Spendenaktion. „Gemeinsam mit unseren Schaustellern, Wirten und Marktkaufleuten konnten wir mehr als 25.000 Euro zugunsten des Kinderhilfswerks sammeln. Sie haben nicht nur selbst kräftig gespendet, sondern die Aktion mit Leben gefüllt – und das obwohl aufgrund des Wetters die Umsätze für viele sicher hätten besser sein können.“

Von einem aus polizeilicher Sicht sehr ruhigen 78. Stuttgarter Frühlingsfest berichtete Robert Vucenovic vom Polizeirevier 6 Bad Cannstatt. „Wir konnten insgesamt einen Rückgang von mehr als 20 Prozent bei den Straftaten verzeichnen.“ Besonders erfreulich sei aus seiner Sicht, dass es deutlich weniger Körperverletzungen gegeben hätte. „Die Besucher geben sich mehr dem Vergnügen hin“, so Vucenovic. Die Anzahl der Taschendiebstähle auf dem Platz sei sogar bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Aus Sicht von Marcus Christen ist die gute Zusammenarbeit mit der Polizei und deren Präsenz sicher ein Grund für die zunehmende Beliebtheit der Freiluftveranstaltung: „Die Menschen fühlen sich sicher bei uns und kommen gerne auf den Wasen. Deshalb stimmen uns die Aussichten auf das kommende Jahr positiv, wenn das Frühlingsfest am Osterwochenende startet.“

Foto: Marcus Christen, in.Stuttgart Abteilungsleiter, zieht eine erste Zwischenbilanz (Thomas Niedermüller/niedermueller.de)

 

 

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